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Kay Eriya / Die Sternenmeerküste

Uhle Edit

Land der Steppen und Sümpfe am Sternenmeer


EinleitungEdit

Uhlé, das Land der Pferde und weiter Ebenen – diese steigen gegen das Hufeisen hin leicht an und in den höhergelegenen Teilen werden sie durch ausgedehnte Wälder abgelöst. In ihnen leben wilde Naturgeister, Gestaltwandler und Feenwesen.

Im Süden wird das Land vom Sternenmeer begrenzt. Ausgedehnte Küsten und Strände prägen hier das Landschaftsbild. Im Westen liegen die großen Sümpfe und dahinter die Grenzen von Atanien. Im Moment führen zwei Straßen durch diese Sumpflandschaft; Die eine ist bereits fertig und wird von den Händlern fleißig frequentiert. Okze-Atla, die Straße der Verständigung, wie sie in Uhle genannt wird, wurde nach dem Sturz des Tochosch-Regims weiter ausgebaut. Über sie zog damals die Surta nach Atanien, geführt von Ortskundigen aus Uhle. Im Osten liegt Teralis und dahinter Dacis.


VölkerEdit

Zwei Völker lassen sich in Uhle unterscheiden. Die Urbevölkerung der Etely, Nomaden die auf dem Rücken ihrer Pferde leben, und die Oguri. Einer Volksgruppe die aus dem Gebiet von Iramech stammt. Sie trägt das Blut der Menschen genauso in sich wie ein wenig Blut von Gnomen. Ausgezeichnet wird Sie durch zarten Wuchs, leicht fahle Hautfärbung und einem Gebiß, das mit acht statt vier Eckzähnen versehen ist. Die Oguri haben mit ihrer Kultur Uhle über die Jahrhunderte hin stark geprägt.

WirtschaftEdit

Handelspolitisch liegt Uhle zwischen Atanien und Lyweria. Da Torngarn an seinen östlichen Grenzen Krieg führt, ist der Weg, der südlich um das Hufeisen führt, für Landkarawanen der Sicherere. So bemüht man sich mit Hilfe aus Atanien Straßen durch das Land zu legen. Trassierungen sind vorhanden, allerdings unbefestigt denn das Fortbewegungs- und Transportmittel ist und bleibt in Uhle das Pferd, nicht der Wagen.

Wenn der Mond hoch steht , eine kühle Priese deine heißen Backen kühlt und das donnern von Hufen in der Ferne an dein müdes Ohr dringt, dann Wanderer, dann bist du in Uhle. Silbern glänzen die schier unendlich scheinenden Weiden im Licht des Mondes. Dunkel steigen die Wälder die Hänge der Berge hinan, silbrig weiß und leise rollend brechen die wellen am Strand. Es ist ein einzigartiges Erlebnis. Die Sonne geht nicht einfach auf. Sie erscheint am Firmament. Flammend gießt sie ihr wärmendes Licht über die Bergrücken und Wälder, Weiden und das Meer. Dein Schritt, oh Wanderer, wird nicht den sicheren Halt einer Straße finden. Er wird weich den Boden berühren, den wilden Pferden gleich. Erst in den Städten hallen deine Schritte auf Steinpflaster von den Wänden der Häuser wieder.

Oh hehrer Fremder, mein Name ist Aleri Nerimi. Ich bin auf diesen Wegen und Stegen zu Hause. Mein Stuhl ist der Rücken meines Pferdes, meine Schlafstatt der Boden dieses Landes. Ich gehöre zum Stamm der Oguri. Unsere Ahnen kamen in grauer Vorzeit aus dem fernen Norden in dieses Land. Wir waren die unbestrittenen Herren der Pferde und . . . entschuldigt werter Herr, ich schweife ab. Also, ich will euch mit all dem sagen, ihr findet keinen besseren Fremdenführer und Scout durch dieses Land als den, der vor euch steht. Was das Ganze kostet? Immer diese nüchterne Frage nach dem Geld. Ihr seht sehr hungrig aus. Diese Stadt hat tausend Gäßchen und ebenso viele Lokale die darauf warten, euch als Gast zu empfangen. Kommt mit, ich folge absichtlich nicht dem Strom der Leute. Ihr bedürft ein wenig ruhe und ein gutes essen und nicht bloß ein Essen.

So da sind wir die Zweite Gasse rechts, dann die vierte links und . . . ach vergeßt es einfach wieder. Für diese Banalitäten stehe ich euch ja gern zur Verfügung. Wenn ihr mir bitte dieses Treppchen hinauf folgen würdet. Nun was sagt ihr? Es ist doch ein herrlicher Ausblick, nicht? Hier ist euer Blick frei, nicht eingeengt von Wänden oder Geschäften. Hier heroben, hoch über den Dächern von Alumaneh, der stolzen Hauptstadt unseres schönen Uhlé, drängt und stößt euch niemand, kein Taschendieb belästigt euch und selbst mein Mund verstummt, wenn der bezaubernde Ausblick den Augenblick zur Stunde werden läßt. Mein Herr euer Essen ist fertig. Ich werde mich jetzt zurückziehen. Ruft einfach wenn ihr fertig seid.


Stand: 4775

Kay Eriya - Länder in Kay Eriya - Die Sternenmeerküste


Wer regiert? Edit

Die GildenEdit

Gilden gibt es deren viele im heutigen Uhle. Sie entstanden den geschichtlichen Entwicklungen entsprechend. Ihr Alter ist teilweise ausschlaggebend für ihren Einfluß und ihre Größe. Mitgebracht haben die Oguri bei ihrer Einwanderung vor allem drei Gilden, deren eine in verschiedene Unterordnungen geteilt ist. Die Erste Gilde ist die der Krieger. Alt, mächtig und politisch einflußreich, folgt sie gleich hinter der Gilde der Freien Künste. Die Letztgenannte ist nicht sehr groß, dafür um so älter und fast schon ein Staat im Staat. Beide Gilden haben das werden und die Politik der Oguri stark und nachhaltig beeinflußt. Sie sind weder aus Religion, noch aus Staat wegzudenken. Der Versuch, in den Jahren 3511 bis 3530 unter Nuarech dem Dunklen, sie auszulöschen, endete mit seinem Untergang. Die dritte und größte Gilde ist die der Handwerker. Sie unterteilt sich in folgende Abteilungen. Die Abteilung der Steinmetze, die der Tischler, die der Schmiede und die der Schneider. In Elimeda wird in die Gilde der Handwerker im Jahr 3568 die Abteilung der Schiffbauer aufgenommen. Zehn Jahre später formt sich ebenfalls in Elimada die Gilde der Marinesoldaten. Im Zuge der Seßhaftwerdung der Normaden um die Ogurifestungen, bildet sich schon sehr früh eine Klientel der Pferdezüchter. Zuerst noch sehr lose, später gut organisiert, wird sie erst sehr spät, nämlich im Jahr 3544, als eigene Gilde aufgenommen. Die Gilde der Händler hatte ein ähnliches Schicksal, allerdings eher auf Grund der militärischen Lage, als auf Grund der politischen Situation. Erst im Jahr 3545 war durch den allgemeinen Frieden an den Grenzen und im Inneren des Landes ein sinnvoller Zusammenschluß möglich.

Der Rat oder VolksratEdit

Der Rat oder Volksrat besteht aus den jeweiligen Vorsitzenden der einzelnen Gilden. Eine Besonderheit in diesem Punkt bildet wiederum die Gilde der Handwerker. Es hat aus jeder Abteilung ein Mitglied Sitz im Rat, doch haben sie alle gemeinsam nur eine Stimme. Sinn dieser Regelung ist es, die Ratsitzung durch gildeninterne Streitigkeiten nicht in die Länge zu ziehen, doch aber die Meinung der einzelnen Abteilungen unverfälscht anhören zu können.

Das MinisterkabinettEdit

Das Ministerkabinett Besteht aus dem Heeresminister, dem Minister für Straßen- & Festungsbau, für Wirtschaft & Handel, für innere Angelegenheiten. Der Heeresminister ist für die Ordnung, Aufrechterhaltung und Effizienz des Heeres zuständig. Er arbeitet eng mit der Gilde der Krieger zusammen. Der Minister für Straßen- & Festungsbau ist für bauliche Unternehmen jeder Art im öffentlichen Bereich verantwortlich. Der Name Straßen- & Festungsbau ist rein nomineller Natur. Der Minister für Wirtschaft & Handel ist für die Finanzgebarung innerhalb der vom Fürsten genehmigten Mittel, verantwortlich. Dieser Minister ist aber auch für die Handelsbeziehungen nach Außen verantwortlich und muß sich um ein gutes Verhältnis mit den einzelnen Händlern bemühen. Im Falle eines Handelsstreites sitzt er nebst dem Fürsten zu Gericht. Der Minister für innere Angelegenheiten arbeitet mit dem Heeresminister eng zusammen, hat aber seine eigene untergebene Truppe, eine Art Polizei. Mit dieser sorgt er im Rahmen der Gesetze in Friedenszeiten für Ruhe und Ordnung. Besetzt werden die Ämter der einzelnen Minister in der Regel durch Adelige. Diese dürfen keine nahen Verwandten des Fürsten sein, wohl aber aus der gleichen Familie stammen.

Der Rat der FünfEdit

Gebildet wird dieser Rat aus den Fürsten der fünf Zitadellen. Sie treffen einander jeden zweiten Monat in Alumaneh um gemeinsame wirtschaftliche, handelspolitische und militärische Interessen zu besprechen. Aus ihrer Mitte wählen die Ratsmitglieder einen Fürsten der den Sitz der Sitze inne hat. Dieser gewählte Fürst hat dann das Oberkommando über die gemeinsamen Streitkräfte und vertritt Uhlé nach außen. Weiters ist er berechtigt mit Unterstützung des Rates der Fünf den Ausnahmezustand auszurufen.

Ausdehnung Edit

Uhle wird im Norden durch die verschneiten Höhenzüge des Hufeisens begrenzt. Die eigendliche Grenze ist jedoch der dichte Urwald, der sich an den Flanken des Silmon bis in die Niederungen des Staatsgebietes erstreckt. Im Westen bietet das ausgedehnte Sumpfgebiet, kurz „Dunkel Sumpf“ genannt, eine natürliche Barriere gegen Atanien hin. Das Sumpfgebiet erstreckt sich bis an die Küste und im Norden grenzt es direkt an die düsteren Urwälder. Im Osten hat Uhle eine gemeinsame Grenze mit Teralis. Diese ist nicht durch geographische Gegebenheiten gekenntzeichnet, sondern viel mehr durch Verträge und Grenzburgen gesichert.


Bevölkerung Edit

Die Bevölkerung ist grob in vier Gruppen zu unterteilen. Geschichtlich betrachtet waren zuerst menschliche Nomaden in diesem Landstrich beheimatet. Später wanderten ogurische Volksstämme aus dem Osten entlang der Küste ein. Über die Jahrhunderte haben sich große Teile der Einwanderer mit den Nomaden vermengt. Heute gibt es einen geringen Prozentsatz an Oguri, die den Adel in den Stadtstaaten stellen, und wenige Nomadenfamilien, die in dem Landstreifen zwischen der Küste und den Urwäldern im Norden leben. Der Großteil der Bevölkerung kann beide Ethnien im Familienstammbaum nachweisen. Die vierte Ethnie sind die Vanarii. Sie sind Gestaltwandler und leben zurückgezogen in den nördlichen Urwäldern und weiter innen in den Höhen des Silmon und des Hufeisen. Sie werden sowohl von den Oguri wie auch von den Nomaden gefürchtet, sind ihre soziale Ordnung und ihre Beweggründe doch nur für Wenige nachzuvollziehen.


Sprache Edit

Obwohl das Gebiet des heutigen Uhle ziehmlich klein ist, gibt es doch erstaunlich viele Dialekte und Sprachen. Die Ureinwohner und Nomaden hatten ihre eigenen Sprache, die sich später mit der der einwandernten Oguri teilweise vermengt hat. Die Oguri ihrer Seits brachten verschiedene Dialekte mit, die heute noch in den jeweiligen Stadtstaaten anzutreffen sind, besonders unter den einzelnen Adelsfamilien. Über die Jahre hinweg hat sich aber eine allgemeine Sprache etabliert. Sie wird geprägt durch das Ogurische, es sind aber auch starke Einflüsse der nomadischen Dialekte anzutreffen. Diese Einheitssprache ist in der Zeit der Auseinandersetzung mit Atanien entstanden und bis heute erhalten geblieben. Die Vanarii sprechen wiederum eine eigene Sprache, die aber in keinem bekannten Schriftstück festgehalten ist.


Städte Edit

AlumanehEdit

Zitadelle im Süden;Geschlecht der Enoch-Akrig

Alumaneh ist die bedeutendste unter den Stadtstaaten. Durch ihre günstige Lage am Meer, war man im Stande den Seeweg zu nützen und Handel weit über die Grenzen in östliche Richtung und im Westen bis nach Isador zu treiben. Die westlichen Routen waren erst nach Beendigung des Krieges mit Atanien und den Tochosch offen und die daraus resultierenden Handelsbeziehungen sind noch sehr jung.


Machura-Dech (3530 zerstört)Edit

Zitadelle im Norden; Geschlecht der Medino-Bekhol


AchnasisEdit

Zitadelle im Osten; Gschlecht der Sekrik-Som


KefzerethEdit

Zitadelle im Westen; Geschlecht der Gudfat-Ghan


ElimedaEdit

Zitadelle im Südwesten; Geschlecht der Kolisis-Heninn


SilurisEdit

Zitadelle im Nordwesten; Geschlecht der Enoch-Akrig

Nimmt die Stellung Machruna-Dechs nach deren Zerstörung ein

Sonstiges Edit

Sofern es befestigte Straßen gibt, findet man diese im direkten Einflussgebiet der Stadtstaaten. Das Wegenetz ist zwar gut ausgebaut, aber nicht befestigt. In Uhle ist noch immer das Pferd das Fortbewegungsmittel Nummer Eins. In den letzten Jahren wurde mit Hilfe der östlichen Provinzen Ataniens eine befestigte Straße durch den Dunkel Sumpf errichtet. Diese ermöglicht nun einen kontinuierlichen, jahreszeitenunabhänigen Handel über den Landweg. Dies ist eine interessante Möglichkeit für die weiter landeinwärts gelegenen Stadtstaaten Handel mit dem westlichen Nachbarn zu treiben.

Das BotennetzEdit

Ab dem Jahr 3416 ist ein Botennetz zwischen den Zitadellen eingerichtet worden. Der jeweilige Fürst muß dafür Sorge tragen, daß die Verbindungsstraßen sicher und leicht für die Boten zu passieren sind. Die Boten dürfen nicht länger als zur Kontrolle ihres Ausweises festgehalten werden. Der Bote muß immer einen Ausweis mitführen, und diesen auf Wunsch eines Soldaten der Landestruppe vorweisen. Die Boten sind exterritorial und besitzen absolute Immunität. Das gleiche gilt für ihre Botschaft. Ein widriges Verhalten wird mit dem Tod bestraft.

Das politische Leben in den Zitadellen ist, mit geringfügigen lokalen Unterschieden, von der Struktur her, immer das Gleiche. An der Spitze steht der Fürst. Ihm folgt ein Ministerkabinett. Unter dem Kabinett hat sich ein Rat oder Volksrat gebildet. Als Basis dieser Hierarchie sind die einzelnen Gilden zu sehen.

Geographische Gegebenheiten Edit

Das Land steigt kontinuierlich gegen Nordosten hin an. Im Süden und somit entlang der Küste sind Weideflächen, hingegen ist der Nordosten dicht bewaldet. Die flachen Gebiete werden für Ackerbau und Viehzucht genutzt, denn eines der wichtigsten Handelsgüter ist das berühmte uhlische Reitpferd.

Sitten & Gebräuche Edit

Religion Edit

In den meisten Teilen, vor allem aber in ländlichen Gebieten herrscht der Glaube an die Naturgeister und Vater Ursol vor. Dieser ist vielschichtig und variiert mit wenigen Ausnahmen von Familie zu Familie. Im Westen, an der Grenze zu Atanien, gibt es auch einzelne Xylakulte, die aber stark durch die Naturkulte beeinflusst sind und teilweise sogar Atanien beeinflusst haben.

Die Oguri haben einen etwas abgewandelten Nekrulkult mitgebracht, der sich hauptsächlich in Stadtstaaten erhalten hat, aber an Bedeutung verloren hat im letzten Jahrhundert.

Innenpolitische Verhältnisse Edit

Oguri und Nomaden haben sich mit der Zeit assimiliert. Die Streitigkeiten sind durch die militärische Übermacht der Oguri beseitigt worden. Die fünf großen Ogurifamilien befehden sich gegenseitig nur gelegentlich. Das größte Problem ist der militante Flügel des Xilahkults. Er ist auch der Grund, warum die Urwälder für Fremde praktisch unzugänglich sind. Selbst erfahrene Scouts meiden den dicht bewaldeten Norden.

Außenpolitische Verhältnisse Edit

Uhlé hat gute, wenn auch noch junge, Handelsbeziehungen mit den östlichen Fürstentümern Ataniens. Die Anhänger des Xylakults versuchen, wenn auch nicht offiziell, eben jene östlichen Fürstentümer, die vormals uhlsches Hoheitsgebiet waren, zurückzugewinnen. Allerdings ist dieses Unterfangen aufgrund des intensiven Nationalgefühls Ostataniens seit jeher wenig fruchtbar.

Militär. Info Edit

Die Streitmacht, die das Staatsgebiet Uhle aufzuweisen hat, heute nurmehr ein geringer Abglanz dessen, was die Oguri aufbieten konnten, als sie in dieses Gebiet kamen. Mit der Gründung der Stadtstaaten und der wirtschaftlichen und politischen Stabilität schrumpfte die Streitmacht der einzelnen fürsten auf gut die Hälfte. Ausnahme bilden die am Meer gelegenen Städte. Sie müssen immerwieder Piraten abwehren und ihre Häfen sichern. Unter den mittlerweile befriedeten Nomadenstämmen ist und war der Überraschungsangriff die beliebteste Methode. Auch die atanische Armee hat unter ihnen schwere Verluste erlitten. Ein ständiger Unsicherheitsfaktor sind die Vanarii. Ihre verschlagenen Angriffe, meist in der Dämmerung oder den frühen Morgenstunden geführt, sind berüchtigt.


Hist. Überblick Edit

Die Gründung von Uhle in seiner heutigen Form ist nicht eindeutig festzulegen. Die Oguri beginnen mit ihrer Geschichtsschreibung, als sie begannen den Landstrich zu besiedeln. Die Urbevölkerung, also die Nomaden, sehen ihre Geschichte natürlich viel früher beginnen. Stammeslegenden und Sagen aus altforderer Zeit haben ihr Geschichtsverständnis geprägt.

Der Zeitabschnitt vor den Oguri liegt im Dunkel. Es gibt praktisch keine Aufzeichnungen über eine Stammesgeschichte. Man nimmt an, daß die Kunst des Schreibens und Lesens erst mit den Oguri ins Land kam.

Die Oguri kamen zwischen 3356 und 60 in das heutige Uhle und fanden Nomadenstämme vor. Sie nahmen sich, auf Grund ihrer militärischen Überlegenheit, das Land, das sie brauchten und unterjochten die Nomaden. Als die Oguri ihre Herrschaft durch Festungsbauten gesichert glaubten, gewährten sie den Stämmen der Vetri, der Umali und der Gohef die Freiheit. Kurze Zeit später wurden diese Stämme gleichberechtigt und im Gegenzug stellten sie ihr, bis dahin für die Oguri unbrauchbares, Botennetz zur Verfügung.

Die ersten fünf Zitadellen konnten ihre Führungsposition Wahren und bildeten gemeinsam den „Rat der Fünf“. In diesen Zitadellen herrscht jeweils ein Ogurifamilie. So ist das Geschlecht der Medino-Bekhol in Machura-Dech (N), das Geschlecht der Enoch-Akrig in Alunahme (S), das Geschlecht der Sekrik-Som in Achnasis (O) , das Geschlecht der Kolisis-Heninn in Elimeda (SW) und das Geschlecht der Gudfat-Ghan in Kefzereth (W). Nach der Zerstörung Machruna-Dechs 3530 wurde ihre Stelle von der etwas weiter westlich erbauten Zitadelle Siluris (NW) eingenommen. Ein Zweig der Adelsfamilie der Enoch-Akrig übernimmt die Führung. Jede Zitadelle stellte einen Ratsteilnehmer, der zumeist der gleichzeitig Herrscher der jeweiligen Festung war.

Eine gemeinsame militärische Oberhoheit gab es bis zum Jahr 3436 nicht. Ab diesem Zeitpunkt wird unter Nekoden Enoch-Akrig ein gemeinsames stehendes Heer aufgebaut. Es besteht aus den jeweiligen Soldaten der fünf Zitadellen und steht unter dem Oberbefehl des Inhabers des Sitz der Sitze. Die einzelnen Fürsten sind zur Heerfolge verpflichtet. In Kriegszeiten wird der Rat der Fünf zum Kriegsrat umfunktioniert. Dieses Recht wird nur in der Zeit des Ausnahmezustands aufgehoben. Der Ausnahmezustand tritt dann in Kraft, wenn der Zustand in den Hoheitsgebieten der einzelnen Zitadellen zu eskalieren droht, und es zu gefährlich ist das gesamte Heer Uhles auf eine Lokation zu konzentrieren, der einzelne Fürst aber auch nicht in der Lage ist die Situation zu kontrollieren.

Das gemeinsame stehende Heer muß von jedem der Fürsten mit mindestens 30% der jährlichen Einnahmen aus den Ländereien unterstützt werden. Ebenfalls ist vier mal pro Jahr dem Ruf einer gemeinsamen Truppenübung Folge zu leisten. Diese Übung findet einmal pro Jahreszeit statt. Der Rat der Fünf setzt in diesem Rahmen den Ort und den genauen Zeitpunkt fest.

Sonstiges Edit

Der Dunkelsumpf – Sumpf der Tränen Der Sumpf bildet die Ostgrenze von Atanienund die Westgrenze von Uhle. Die Nebel über dem Sumpfgebiet lichten sich nie und die Sonneist nur als matte Scheibe zu erkennen. Sein zweiter und ebenso klingender Name Sumpf der Tränen, stammt aus der Zeit, als die große Handelsstraße durch den Sumpf gebaut wurde. Es haben während des Baus fast 5000 Menschen ihr Leben in dem feuchten und morastigen Gebiet lassen müssen.

Die größten Gebiete des Sumpfs sind eine Dunkel-Faerie Regio.

Die große Straße Edit

Unter den Tochosch wurde eine Handelsstraße durch den Sumpf gebaut. Sie ist aus Stein und von aisylianischer Qualität. Nach dem Bau der straße entstanden kleine Siedlungen an den Kopfpunkten der straße. In solchen Siedlungen, die seit jeher von den Staaten uhle und Atanien gefördert werden, kennen Kräuterhexen mittel gegen das gefährliche Sumpfieber und haben Händler und wirtsleute ihre Häuser errichtet. Auch sind hier die Arbeiter einquatiert, die zum Erhaltender Straße notwendig sind.. Das Leben im Sumpf ist lukerativ aber gefährlich. Die Scouts, die in den Siedlungen ihre Dienste anbieten, kennen die Gefahren des Dunkelsumpf. Aber der Weg abseits der großen Handelsstraße hat seinen Preis. Fiebermücken, dauernd veränderliche Wege und kleine Flüsse haben schon manchem, der nicht die Straße nehmen konnte oder wollte das Leben gekostet.


Der Braunrist Edit

Der Braunrist ist ein gewaltiger Fluß, der im Silmon entspringt und zur schneeschmelze den Dunkelsumpf fast vollständig überschwemmt. Der Fluß gilt als gefährlich und unschiffbar, da er verborgene Strömungen hat und böse Geister in ihm leben. Die morastigen Ufer sind unberechenbar, da immer wieder große Teile vom Fluß mitgerissen werden.

Erzählungen Edit

Die Schlacht bei Achnasis Edit

Es regnet in Strömen. Die Sicht ist verschwommen, hin und wieder erhellt ein Blitz die graue Flut. Der Donner kracht fürchterlich, rollt mit mächtigem Dröhnen über die Wachen am Ostwall. Seit zwei Wochen sind solche Unwetter an der Tagesordnung. Heute ist noch Sturm hinzugekommen. Meine Männer sind müde und durchnäßt. Das Unwetter und der Blitzschlag dreihundert Meter unterhalb hat ihnen die Nerven geraubt. Vier meiner Männer sind von der kalten Glut aus den Wolken dahingerafft worden.

Der Ruf einer Wache reißt mich aus den trüben Gedanken. Ich versuche freundlich zu sein und eile hinaus in den Regen um zu hören was denn los sei. „Etis, Bewegung am Horizont, Etis!“ Durch den Regen ist die Sicht sehr schlecht. Die Augen schmerzen, als sie dem ausgestreckten Finger der Wache folgen. Tatsächlich, eine breite dunkle Masse bewegt sich am Horizont. „Hole sofort einen Ulisorr.“ „Etis, jawohl Etis!“ Die Wache läuft los. Das Ding am Horizont ist noch zu weit entfernt und das Wetter zu schlecht, um die Richtung seiner Bewegung mit Sicherheit feststellen zu können. Endlich ist der Ulisorr an meiner Seite. „Etis, Melde mich zu Euren Diensten Etis.“ Der junge Mann wurde letzte Woche aus Alumaneh zu meiner Truppe überstellt, ein Absolvent der Militärakademie. „Folge der Richtung meines Fingers zum Horizont.“ „Etis?“ „ Was ist das?“ Für kurze Zeit verstummt der Junge, dann öffnet er die Augen. „Nun“, frage ich ihn, “was hast Du gespürt?“ „Etis, Aggression Etis, stark, von vielen, vielen Personen und sie kommen direkt auf uns zu Etis.“ „Wie weit entfernt?“ „Etis, ungefähr vier Stunden entfernt Etis“ „Wie viele?“ „Etis , einige Tausend. Der Eindruck, den ich fühlen konnte, läßt kein anders geartetes Ergebnis zu, Etis .“ „Danke, Du kannst jetzt gehen.“ „Etis, jawohl Etis.“ Also eine Armee. Ein Bote nach Achnasis braucht bei diesem Wetter mindestens fünf Stunden.

„Lerith!“ „Etis, hier Etis.“ „Lerith geben sie das Zeichen für Alarmbereitschaft. Wir bekommen Besuch.“ „Etis, jawohl, Etis!“ „Lerith.“ „Etis?“ „Kein Licht.“ „Etis, ich habe verstanden Etis.“ Ein guter Mann dieser Lerith, Kampferfahrung und eine Einsatzliste die länger ist, als die Liste mancher Steuereintreiber.

Der Bote ist weggeschickt, meine Truppe in Alarmbereitschaft und der Regen unnachgiebig, eine Zeit des Wartens und der Ungewißheit ist da. Die Ruhe vor dem Sturm. Ich stehe auf dem Ausguck der Wachstation, neben mir der Lerith und der Ulisorr. Wachsam ist sein Blick auf den Horizont gerichtet. Ich habe fünfhundert Mann auf dem Wall. Der Wind peitscht den Regen in mein Gesicht. Ich habe das Gefühl, daß sich hunderte von kleinen Nadeln in mein Gesicht bohren. Ist es der Donner oder das Getrampel von Pferdehufen, das der Sturm in unregelmäßigen Abständen herüber weht? Nach drei Stunden hören wir deutlich die Hufe der Pferde. Dann ist es plötzlich still. „Ulisorr?“ „Etis?“ „Was ist los Ulisorr?“ „Sie halten Etis. Es sieht so aus, als wollten sie ein Nachtlager aufschlagen.“ „Ich traue dem Feind nicht. Gehe in einer viertel Stunde noch einmal hinüber in ihr Lager.“ „Etis, jawohl Etis.“ „Lerith.“ „Etis?“ „Informieren sie die Männer über die momentane Lage. Ein Überraschungsangriff ist nicht auszuschließen. Noch etwas, die Wachen sollen nach Spähern Ausschau halten.“ „Etis, ich habe verstanden Etis.“

Der Regen hat ein wenig nachgelassen. Der Sturm peitscht mit unverminderter Härte über den Wall. Die Verständigung ist fast nur schreiend möglich. Die Nacht neigt sich ihrem Ende entgegen. Es wird ein bißchen heller, die dicken Wolken hindern die Sonne ihre volle Kraft zu entfalten. Der Wall und die Umgebung sind in trostloses graues Licht getaucht.

„Etis!“ „Ulisorr?“ „Etis, ich glaube der Feind rückt an Etis.“ „Lerith, versetzen sie die Truppe in Kampfbereitschaft.“ „Etis, wird gemacht Etis.“ Der Boden ist aufgeweicht, die Pferde sollten es also schwer haben. Vor Brandpfeilen müssen wir nach diesem langen Regen keine Angst haben. Da, der Boden beginnt zu beben. „Ulisorr, wie viele sind es?“ „Fast zehntausend, Etis!“ „Den Wall halten, nur halten!“

Die Luft beginnt zu sirren, Pfeil um Pfeil schnellt von der Sehne. Die Holzpfähle im vordersten Graben holen die ersten vier Reihen der feindlichen Reiter von den Pferden. Zu bald ist der Graben gefüllt mit Leichen. Die nächste Welle der Angreifer überläuft den leichengefüllten Graben. Das Wasser im zweite Graben färbt sich rot, als die Ersten von den Nachfolgenden in die Pfähle getrieben werden und noch immer ist die Schar des Feindes unüberschaubar. Eine Stunde später haben wir fast alle Pfeile und Bolzen verschossen. Der Feind beginnt mit dem Sturm auf die Mauer. Ich schicke einen Boten nach Achnasis um einen Lagebericht zu geben. Dann ist auch schon der erste Angreifer bei mir. Sein schlaffer Körper fällt zurück über die Mauer und reißt zwei, drei Andere mit in die Tiefe. Zuerst gelingt es uns noch die Leitern von den Mauern zu stoßen, später wird dies unmöglich. Nach einer viertel Stunde ist mein Schwertgriff so naß von Blut und Regen, daß ich Mühe habe ihn in der Hand zu halten. Es dringen vier, fünf Feinde gleichzeitig auf einen von uns ein. Ich habe Mühe mich auf der glitschigen Mauer zu halten, der Feind auch. Es gelingt mir mit einem einzigen Schlag drei von der Mauer zu fegen. Der fünfte taumelt kopflos in die Tiefe, dem sechsten ramme ich mein Schild zwischen die Zähne. Ein kurzer Blick den Wall entlang sagt mir, daß es nicht gut um uns steht. Der Ulisorr steht tapfer ein paar Meter von mir entfernt. Ich eile zu ihm, zwei Gegner fühlen die Schärfe meines Schwertes, der dritte hat Glück, er hat nur Kopfkontakt mit meinem Schild und stolpert in die Tiefe. Nach einer halben Stunde ist die Truppe neu organisiert. Wir müssen im besten Fall noch eine Stunde durchhalten. Aber das ist schwer. Zwei Drittel meiner Männer sind gefallen oder schwer verletzt. Große Teile des Wall sind bereits genommen und der Feind hat keine bedeutenden Verluste erlitten. Wir sind nur noch zu hundert. Ich erwäge einen Rückzug und gebe kurz darauf das Signal zu diesem. Nach einer Stunde sind wir so weit eingekesselt, daß ein Rückzug nicht weiter möglich ist. Plötzlich läßt der Andrang des Feindes nach. Weiter vorne dürfte die Spitz des gegnerischen Heeres mit der des vereinigten Heeres zusammengestoßen sein. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich das Gerücht in der kleinen Truppe. Neue Kraft in einer fast aussichtslosen Lage. Unsere Schwerter scheinen völlig alleine in der Luft durch die Reihen der Feinde zu tanzen. Im letzten Moment ertappe ich mich, wie sich mein Gesichtsfeld einengt und kann das Gefühl der Leichtigkeit und Gefühllosigkeit zurückdrängen. Wir versuchen seitlich auszuweichen und uns an das vereinigte Heer heranzutasten. Es gelingt mir die Truppe in ein Waldstück zu bringen. Dort könne wir kurz das Tempo zurücknehmen und so an der Flanke des Feindes vorbei zu den eigenen Linien vorstoßen.

Den Rest des Tages verbringen wir im Lazarett. Nach dem Treffen mit dem Amenech, werde ich in mein Quartier geschickt. Diese Zeit vor dem Einschlafen ist die unangenehmste für mich. Die Eindrücke des vergangenen Tages kommen aus dem Unterbewußtsein wieder hervor. Seit der Schlacht am oberen Echnorik See kommen immer wieder die gleichen Bilder.

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