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Kay Eriya / Rassen und Völker auf Kay Eriya / Elben

Aus der Geschichte ...

Zur Zeit der Karaonen beschworen ein Zirkel von Hochelbenmagiern eine Naturgewalt, deren Dienst darin bestehen sollte, eine Feindesarmee dahinzuraffen. Das Todeslied richtete beinahe die gesamte Armee dahin und die freigesetzten Seelen überfluteten in ihrem Wehgesang und in ihrer nackten Hilflosigkeit den beschworenen Todesengel mit Gefühlen der Scham und Schande. In diesem Moment erwachte das Geschöpf mit eigenem Bewusstsein und brach die Kontrolle, die die Elbenmagier über seine Taten verfügten. In seiner Scham versuchte das Wesen die Dahingerafften ins Leben zurückzuführen, doch es verstand sich nicht in der Gabe des Lebens und schuf die Seelenlosen, die durch die überirdische Kraft des Engels, jeder erhielt einen Splitter der Macht des Wesens, unnatürlich in die Welt zurückgerufen wurden. Diese Nicht sterben wollenden, nennen wir sie die Untoten, lernten von ihrem Erschaffer sich von anderen nähren, wie es ihr Erschaffer tat, aber sie entdeckten auch die Gabe, andere gleich ihnen zu verfluchen und ihr Schicksal weiterzugeben. Sie lernten sich selber aus eigener Willenskraft Kinder zu schaffen, die ähnlich wie sie selber einen Splitter des Dunklen Schöpfers in sich trugen. Als die Elben diese Gräuel entdeckten, vernichteten sie jede dieser unlebenden Abscheulichkeiten, von dem Todesengel aber fehlte jede Spur.

Dieses, vom elbischen Lied des Vergessens und des Vernichtens durch und durch durchdrungene Geistergeschöpf, beobachtete, lernte und wirkte von da an aus den Schatten heraus. Es suchte seinen Platz in der Schöpfung und fand ihn im Dunkel der Nacht sowie in den Alpträumen der Menschen. Es erschuf im Geheimen neue Kinder, zumeist Freiwillige, die es verehrten und die ihrerseits verehrt wurden. Sie machten sich Völker untertan und setzten dadurch ihren dunklen Vater auf den Thron zu den Füssen der Götter. All diese Kinder schufen weitere Kinder, diese schufen weitere Kinder und so fort.

In den Urlanden des späteren Torngarn und dem Silmon wuchs so das Volk der Nurier heran, auch Feuerkinder genannt, die ihren Gott Uchokh Ur verehrten, in seinem Namen mit Blut und Feuer siegten und wiederum von ihm mächtig und stark gemacht wurden. Sie brandschatzten und versklavten viele Kulturen und ihr Ruf eilte ihnen über alle Grenzen voraus.

Doch die Grauelben selber waren es diesmal, die Uchokh Ur, dem nun ein Name gegeben war und der zu jener Zeit Gefallen daran fand in grauenvoll anzusehenden Gestalten unter seinem Volk zu wandeln, ins Vergessen zurückwarfen. Sie halfen dem jungen Volk der Uratanen in der Schlacht gegen die Nurier und unterstützten bei der Zerrüttung der nurischen Kultur, von der ausser der geflohenen Hohepriesterin Uchokh Ur's, Iranage der Kalten, nichts übrig bleiben sollte. Mit seinem letzten Atem auf der Welt der Lebenden beraubte er die siegreiche Elbenarmee aber ihrer Seelen, verfluchte sie zur Rastlosigkeit und machte sie zum Volk der Tir-Telissim, den Seelenlosen, die das darauffolgende Jahrtausend bis zu den Wendekriegen immer am Rande der Erinnerung durch die Vergessenen Welten ziehen sollten, stets auf der Suche nach ihrem Peiniger Uchokh Ur oder nach einem Weg, den erloschenen Funken ihrer Seelen wiederzufinden.


König Dreathalies, Anführer der Grauelben östlich von Lorandinell, zieht unter dem Banner der Allianz der Uratanen neben Atanar, dem Vereiner, in den Krieg gegen das unaufhaltsam scheinende und blutrünstige Volk der Nurier. Die Schlacht wird dank der Unterstützung der Grauelben für die Allianz geschlagen, aber zu einem hohen Preis. Als letzte Untat manifestiert sich der dunkle Gott der Nurier im Hohepriester Itonai und verflucht den König und die Armee der Grauelben. Die Elben, um ihre Seele beraubt, nehmen an den Siegesfeierlichkeiten der Urataner nicht teil, die die Gründung der Republik Ataniens feiern, sondern ziehen schweigend von dannen.

Die letzte Schlacht der Lilien von Salbin ist von dem unsterblichen Barden und Krieger Mendos Teliesin in der Chronik der Lilien aufgezeichnet worden.


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